Der Weg in die Zukunft

Der Weg aus dem Dickicht

Das Dickicht lichtet sich langsam, in der Ferne ist schon der Ausgang zu erkennen. Helles Tageslicht verspricht neue Sichtmöglichkeiten, Entdeckungen und Abenteuer.

Bist Du schon bereit? Oder ganz ausgepowert von den vergangenen 14 Monaten „Lockdown“, „Lockerung“, „Lockdown Light“, „AHA“, „harter Lockdown“ und allem, was uns im vergangenen Jahr so richtig gründlich die Suppe versalzen hat?

Ich persönlich weiß natürlich um die Verantwortung, die wir als Gemeinde haben, um unseren Besucher•innen nicht nur ein inspirierendes Programm und Gemeindeleben, sondern auch die nötige Sicherheit zu bieten. Trotzdem scharre ich natürlich auch schon wie viele andere mit den Hufen.

In diesem Sommer wollen wir wieder durchstarten: So gut es geht mit Gottesdiensten – und Kindergottesdienst, mit Aktionen für Kids+Familien, mit dem Seniorenkreis, dem Café International und einigen weiteren spannenden neuen Ideen. Wie das wohl alles werden wird?

Aus dem Stand heraus ist das echt schwer! Keiner von uns kann das mit einem Fingerschnippen herbei zaubern. Darum bin ich dankbar, dass wir eine Gemeinschaft sind von vielen unterschiedlichen Menschen, die vielfältig begabt sind. Manche dieser Gaben und Talente lagen im vergangenen Jahr ziemlich brach: Das Singteam war durch die Hygienevorschriften quasi „abgeschaltet“, die gerade erst neu gegründete Jungschar musste wieder pausiert werden. Manche Mitarbeiter•innen wurden durch die Coronakrise beruflich viel stärker belastet. Unser ganzes „System“ hat sich etwa verschoben und muss sich jetzt neu einspielen.
Total dankbar bin ich darum für diejenigen, die ihre Gaben aber gerade in der Coronazeit neu und stärker eingebracht haben.

  • Wir haben mehrere Leute, die mit äußerst begrenzten Mitteln einen Livestream technisch und organisatorisch auf die Beine gestellt haben. Ihr seid spitze!
  • Einzelne Mitarbeiter•innen haben sich regelmäßig und sorgfältig gerade um diejenigen gekümmert, die eher nicht an den Online-Angeboten teilnehmen konnten. Wöchentliche Besuche, praktische Hilfe und offene Ohren waren Seelenbalsam! Und es sind daraus sogar neue Freundschaften entstanden!
  • Regelmäßig wurden von einem fleißigen Team die „Wundertüten“ für Senioren und Familien mit Kindern gestaltet und ausgetragen. Dieses regelmäßige Lebenszeichen aus der Gemeinde war für viele eine Riesenfreude.
  • Mitten im Auf- und Ab hat die Gemeindeleitung immer wieder flexible Lösungen finden müssen. Wir haben wohl eines gelernt, nämlich dass wir wirklich nicht alles in der Hand haben und tiefer vertrauen dürfen.
  • Last but not least: Wie viele Gebete sind gesprochen worden? Ich bin dankbar, dass wir in unserer Gemeinde Leute haben, denen es ein echtes Herzensanliegen ist, Gott in den Ohren zu liegen und auch gemeinsam wichtige Anliegen vor ihn zu bringen – immer wieder. Eure geistliche Begleitung in diesem letzten Jahr war ein unendlich großer Segen!
  • und wie viele andere Dinge sind wohl geschehen, die einzelne Leute in dieser Zeit aus echter Verbundenheit heraus getan haben? Ich fürchte, ich habe bei dieser kurzen Aufzählung bei weitem nicht alles genannt, was genannt werden müsste…

Und jetzt? Jetzt müssen wir die nächsten Schritte gehen. Andere Gaben und Fähigkeiten können jetzt wieder glänzen. Es darf praktisch angepackt werden, neue Aktionen und Ideen wollen geplant und umgesetzt sein. Vielleicht brauchen manche noch eine Zeit „entspannte Normalität“, bis sie sich wieder richtig entfalten können. Auch das ist okay.

An dieser Stelle bin ich versucht zu sagen: „Packen wir’s an!“ – vielleicht ist das jetzt auch wirklich dran. Und gerade jetzt muss dieser Wunsch begleitet werden mit einen ganz anderen Blick: Dem Blick auf den, für den wir stehen: Jesus Christus. Gerade jetzt gilt es, unsere nächsten Schritte mit ihm „abzusprechen“. Gerade, weil wir Kraft brauchen. Gerade, weil wir etwas bewegen wollen.

In unserer Mitgliedervereinbarung steht am Ende folgender Satz:

„Aus eigener Kraft kann ich das nicht. Ich vertraue auf Jesus Christus und auf die Führung durch den Heiligen Geist. In allem soll Jesus Christus geehrt werden.“

Lasst uns in diesem Sinn in die kommenden Monate gehen: Ein Aufbruch in die Zukunft, der sich am „Licht“ Gottes orientiert und von ihm her Kraft, Motivation und Weisheit empfängt. Großartig, dass ihr dabei seid!

Matthias Störmer